Katzenglück indoor und outdoor


Die Mensch-Katze Beziehung gibt es seit mehreren Jahrtausenden. Als nützliche Mäusefänger ebenso wie als schnurrende Begleiter teilen Katzen ihr Leben mit uns Zweibeinern. Es stellt sich die Frage, wie man das Zusammenleben mit Katzen am besten gestaltet. Soll eine Katze als reiner Stubentiger allein gehalten werden und ist sie dann glücklich? Oder lässt man sie ins Freie und setzt sie den Risiken des Straßenverkehrs , von Katzenkämpfen und Ansteckung aus.

Oft wird diese Entscheidung durch die Gegebenheiten bestimmt (keine Freilaufmöglichkeit). Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, können durchaus ein zufriedenes Katzenleben führen. Hat man genügend Platz, empfiehlt es sich, zwei Tiere zu halten. Kratzbäume, eine ausreichende Anzahl Katzenkistchen (1 x Anzahl der Katzen+1) und Rückzugsmöglichkeiten sind notwendig. Für Beschäftigung, die den Bedürfnissen unserer jagd-und spielbegeisterten Vierbeiner entspricht, muss gesorgt werden. Werden diese Bedürfnisse nicht oder nur teilweise befriedigt, kann es zu Verhaltensproblemen führen. Hat eine Katze einmal das Leben im Freien genossen und wird dann wieder als Wohnungskatze gehalten, kann es zu „Ausbruchsversuchen“ kommen, bei denen sich die Katze lebensgefährlich verletzen kann. In Kippfenstern eingeklemmte Katzen oder solche die aus geöffneten Fenstern stürzen sind insbesondere im Frühjahr leider keine Seltenheit.

Hat die Katze die Möglichkeit, ins Freie zu gehen, sollte man die ersten Ausgänge gut vorbereiten:

Das Tier sollte geimpft, gechippt und kastriert sein. Katzen sollten ihr zu Hause gut kennen ( mindestens vier Wochen Eingewöhnungszeit). Sie sollten tagsüber, unter Aufsicht und hungrig ihre ersten Ausflüge unternehmen. Es empfiehlt sich, die Fütterung mit einem bestimmten Geräusch (Dosenklappern, Schlüsselklimpern) zu kombinieren. Einmal mit einem solchen Ton vertraut, finden unerfahrenen Freigänger den Weg zum heimatlichen Futternapf sehr schnell. Die Gefahren (Raufereien, Straßenverkehr, Swimmingpools), die auf freilebende Katzen lauern, werden durch die höhere Lebensqualität ausgeglichen.



Personalausweis für Katzen

Was für den Hund schon seit Jahren nützliche Pflicht ist, etabliert sich sinnvollerweise auch bei Katzen, die ins Freie dürfen: der Mikrochip. Immer wieder werden in der Ordination Katzen vorgestellt, die zugelaufen oder eingesammelt wurden. Sind sie gechippt, kann der Besitzer rasch eruiert werden. Stressige Aufenthalte in Tierschutzhäusern bleiben den Miezen erspart.

So ein Chip ist reiskorngroß und wird mittels eines Applikators an der linken Halsseite unter die Haut implantiert. Der Vorgang wird gut toleriert und ist mit einer Impfung vergleichbar. Der Transponder enthält eine mehrstellige einzigartige Zahlenkombination, die vom Lesegerät abgelesen werden kann. So ein Gerät gibt es bei jedem Tierarzt oder Tierschutzhaus.

Es besteht auch die Möglichkeit, spezielle Katzenklappen mit der Chipnummer zu codieren, sodass nur mehr die eigene Katze ins Haus kann.

Diese Art der Kennzeichnung ist fälschungssicher und kann nicht abgerissen werden oder verloren gehen. Die Chancen, eine entlaufene Katze schnell wieder zu bekommen, erhöhen sich um ein Vielfaches. Daher ist der Chip für Freigänger unbedingt zu empfehlen.

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