Stachelige Hausgenossen auf Zeit - IGEL ÜBERWINTERUNG


Die putzigen Igel sind geschützte Tiere, sie stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten und sollten prinzipiell in Ruhe gelassen werden. Findet man im Herbst allerdings ein krankes oder zu schwaches Tier, kann man es vorübergehend in Pflege nehmen. Man geht damit die Verpflichtung ein, sich einige Monate um den Igel zu kümmern, ihn zu füttern und zu betreuen; aber auch, ihn im Frühjahr wieder in die Freiheit zu entlassen, denn : Igel sind keine Haus-, sondern Wildtiere und es ist verboten, sie als Hausgenossen zu halten!!


Tiere, die Ende Oktober mit einem Gewicht unter 700g angetroffen werden, sind nicht im Stande einen Winter unbeschadet zu überleben und dürfen – ebenso wie offensichtlich kranke Tiere – in häusliche Pflege genommen werden. Ebenfalls sind Tiere, die in Schnee oder Frost aktiv sind, zu bergen.


Meist haben Igel Flöhe und Zecken, die im Zuge einer tierärztlichen Kontrolle bekämpft werden sollten. Auch auf Verletzungen und Fliegenmaden ist der stachelige Geselle zu untersuchen.


Sollten Sie überlegen, dem Igel bei sich ein Winterquartier anzubieten, überlegen Sie bitte Folgendes: Die Stachler benötigen viel Auslauf ( mindestens 2 m²) und eine Temperatur zwischen 16 und 20°C. Sie sind nachtaktiv und somit hat man "Unterhaltung"...die ganze Nacht.


Igel sind Insektenfresser. Als Ersatznahrung bietet man entweder im Handel erhältliches Fertigfutter für Igel oder Katzenfeuchtfutter mit etwas zusätzlichem Rindfleisch an. Dass Milch in der Igelfütterung verboten ist, sollte sich schon herumgesprochen haben.

Es gibt verschiedene Stellen, an die man sich wenden kann, wenn man einen Igel gefunden hat:

www.igelhilfe.net www.wildtierhilfe-wien.at

Igel sind Wildtiere und werden in unserer Ordination kostenlos behandelt! Bei Fragen zur Auswilderung oder anderen Problemen, stehen wir gerne zur Verfügung!


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